Häusler Contemporary

Hubert Kiecol und Koka Ramishvili in München bzw. Ingolstadt (DE)

Hubert Kiecol und Koka Ramishvili in München bzw. Ingolstadt (DE)

Koka Ramishvili, »Blue over Blue N1«, 2014 | Öl auf Leinwand | 100 x 140 cm

Koka Ramishvili, »Blue over Blue N1«, 2014 | Öl auf Leinwand | 100 x 140 cm

»Über das Geistige in der Kunst | 100 Jahre nach Kandinsky und Malewitsch«
Gruppenausstellung mit Hubert Kiecol und Koka Ramishvili
Ein Kooperationsprojekt der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst e.V. (DG), München (DE) und dem Museum für Konkrete Kunst (MKK), Ingolstadt (DE)
Eröffnung DG, München: Donnerstag, 12. September 2018 | 18 – 21 Uhr
Eröffnung MMK, Ingolstadt: Samstag, 29. September 2018 | 19 Uhr
Ausstellungen bis 10. November 2018 (DG) bzw. bis 10. März 2019 (MMK)

1912 erschien die bahnbrechende Schrift »Über das Geistige in der Kunst« von Wassily Kandinsky. Zeitgleich mit ihm beschäftigten sich Künstler wie Piet Mondrian und Kasimir Malewitsch mit ähnlichen Gedanken. Sie suchten nach Möglichkeiten, wie man das Unsichtbare, das Transzendente, das Spirituelle darstellen könnte, und sie gelangten alle zu einem ungegenständlichen Malstil, bei dem allein der Farbe und der Form Bedeutung zukam.

Über hundert Jahre später stellt sich die Frage, welche Relevanz dieser geistigen Dimension in der ungegenständlichen Kunst geblieben ist. Die Konkrete Kunst gilt seit der Nachkriegszeit als eine streng mathematische Richtung, der jede spirituelle Bedeutung angeblich fehle, obwohl ihre Ursprünge bei Kandinsky und Malewitsch liegen. Eine junge Generation sieht sich nicht mehr in direkter Nachfolge solcher engen Stilbezeichnungen. Sie bezieht sich vielmehr assoziativ auf die Künstler zu Beginn des 20. Jahrhunderts und ihren synästhetischen Ansatz, Klang, Farbe und Bewegung zu einem Kunstwerk zu formen.

In der gemeinsamen Ausstellung von DG und MKK soll an exemplarischen Positionen aktueller Kunst dieser Suche nach dem »Geistigen« nachgegangen werden. Anders als bei Kandinsky und seinen Zeitgenossen geschieht dies heute ohne den missionarischen Eifer und das Streben nach einer gesellschaftlichen Utopie. Was jedoch über die Zeit verbindet, ist der Glaube an die Kraft und die Magie der Kunst.

(Aus der gemeinsamen Pressemitteilung von DG und MMK)

Hubert Kiecol, »Sechs Aneinandergereihte«, 1982 | Beton | 26 x 9 x 13 cm

Hubert Kiecol, »Sechs Aneinandergereihte«, 1982 | Beton | 26 x 9 x 13 cm

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