Häusler Contemporary

James Turrell auf der Art Basel | Unlimited

James Turrell auf der Art Basel | Unlimited

James Turrell, »Wedgework«, 2016
Art Basel | Unlimited | 16. – 19. Juni 2016 | Stand U65
Galería OMR, Mexico City, in Kollaboration mit Häusler Contemporary München | Zürich

Auf der diesjährigen Art Unlimited präsentiert der international bekannte Künstler James Turrell eine neue Arbeit aus seiner spektakulären »Wedgework«-Serie, in der Licht als scheinbar physisch manifeste Form erlebbar wird.

Besucher der Installation finden sich in einem abgedunkelten Raum wieder, der auf halber Länge geteilt ist durch etwas, was wie ein schimmernder Schleier wirkt. Hinter diesem Schleier, der tatsächlich aus projiziertem Licht besteht, erkennt man einen mystisch leuchtenden, schiefen Keil, der die gesamte hintere Raumhälfte ausfüllt. Während die vordere Seite des Keils transparent und nur von hell strahlenden Konturen gezeichnet ist, erscheint die Rückwand der Figur als dichte Lichtfläche. Diese Lichtebene wandelt sich allerding in ihrem Verlauf von links nach rechts, sie wird zunehmend durchlässiger, dünner, weisser.

Im Wesentlichen basiert die Installation auf räumlichen Manipulationen, die James Turrell von seinen frühen »Shallow Space Constructions« abgeleitet hat. Ein »Wedgework« besteht aus einer Serie von Projektionen, die schimmernde Farben und ein Spiel von scheinbaren Lichtflächen erzeugen. Diese Lichtgebilde erscheinen wie Trennwände und ähneln zuweilen abstrakten Malereien oder auch den Seiten eines Buches. Sie sind in schiefen Winkeln arrangiert in einer für Turrell typischen, räumlich undefinierbaren Weite.

Der Künstler sagt: »Ich weise dem Licht gerne die ‘Dinghaftigkeit’ zu, die es haben sollte. Generell betrachten wir Licht als etwas, das die Welt erhellt, unsere Interesse gilt dem Licht als Erhellung. Vielmehr als andere Dinge zu illuminieren, interessiert mich aber die ‘Dinghaftigkeit’ des Lichts selbst, seine Fähigkeit, Objekte hervorzubringen.« In seinen »Wedgework«-Installationen gelingt es Turrell, das Licht als ‘Ding’ erscheinen zu lassen. Er schafft die Illusion von Wänden und Schranken, wo effektiv keine vorhanden sind. So führt der Künstler uns an »einen Ort, wo das imaginäre Sehen und das Sehen der Welt sich treffen, wo es schwierig ist, das ‚innere Sehen’ vom äusseren ‚Blicken’ zu unterscheiden.« Mit dieser Installation zeigt sich James Turrell ein weiteres Mal als Gestalter von Wachträumen.

Installation mit grosszügiger Unterstützung von
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Foto: Florian Holzherr

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