Häusler Contemporary

Jürgen Partenheimer im Musée Ariana, Genf

Jürgen Partenheimer im Musée Ariana, Genf

Jürgen Partenheimer, »Kalliope I, II, III«, 2011 | Porzellan | H: max. 46 cm

Jürgen Partenheimer, »Kalliope I, II, III«, 2011 | Porzellan | H: max. 46 cm

Jürgen Partenheimer »Calliope«
Musée Ariana, Genf
Eröffnung: Donnerstag, 19. November, 2015, 19 Uhr
Ausstellung bis 20. März 2016

Unter dem Titel »Kalliope« – nach der Muse der epischen Dichtung – hat der international renommierte Künstler Jürgen Partenheimer (*1947, München, DE) zwischen 2011 und 2012 in der Porzellanmanufaktur in Nymphenburg eine einzigartige Serie von Gefässen entwickelt. Ausgehend von drei unterschiedlichen Formtypen, hat er je sieben Unikate gestaltet.

Anstatt aber einfach ein Dekor auf die vorgefertigten Modelle aufzutragen, hat Jürgen Partenheimer sich in die komplexen Prozesse der Prorzellanherstellung vertieft und mit den Möglichkeiten des Materials »gespielt«. Die Gefässe wurden nicht industriell gegossen, sondern handgedreht, um aus der handgemachten Oberfläche einen weiteren Resonanzraum zu gewinnen. Die aufgemalten Dekormotive aus Linien und Farbflächen, betonen oder distanzieren sich vom Träger, wodurch die Objekte in der Schwebe bleiben zwischen Zwei- und Dreidimensionalität. Die Werke sind eindeutig dem Bereich der Skulptur zuzuordnen, beziehen sich aber direkt auf die archetypische Vase und schliessen deren Hauptkomponenten mit ein – Fuss, Bauch, Hals, Mund, und vor allem die wesentliche, innere Leere, die zugleich Bedeutung ausstrahlt und bewahrt. Partenheimer ist schliesslich dem Medium des Porzellans verfallen, hat seine Grenzen ausgelotet und seinen Ruf gehört. Das Projekt fügt sich konsistent in seinen vielfältigen, künstlerischen Ansatz ein.

Erstmals wird die Serie nun vollständig präsentiert – begleitet von ausgewählten Gemälden und Zeichnungen. So wird einmal mehr der wesentlichen Beitrag der zeitgenössischen Kunst zur Geschichte der Keramik ersichtlich.

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