Ganzfeld «Beyond Horizons 2025» | Oelsnitz/Erzgebirge | Deutschland

Mit «Beyond Horizons 2025» hat James Turrell in Oelsnitz/Erzgebirge sein bislang grösstes permanentes Ganzfeld geschaffen. Die Installation wurde 2025 als Höhepunkt des Kunstparcours PURPLE PATH der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz eröffnet. Die Besucher erwartet ein aussergewöhnliches Erlebnis: Jede räumliche Orientierung scheint sich aufzulösen, während sich die Farben langsam und subtil verändern. Der Blick verliert seinen gewohnten Halt, und was zunächst wie ein abstraktes Lichtfeld erscheint, verwandelt sich in eine intensive, beinahe meditative Erfahrung des Sehens.

Für «Beyond Horizons 2025» wurde eine historische Industriehalle des ehemaligen Karl-Liebknecht-Bergwerks eigens für die Installation transformiert. Zwei miteinander verbundene Räume führen den Besucher immer tiefer in Turrells Lichtwelt. Über rund eine Stunde verändert sich das eigens für den Ort entwickelte Lichtprogramm kontinuierlich in Farbe und Intensität. Wände, Boden und Decke scheinen dabei ihre Grenzen zu verlieren und zu einem scheinbar grenzenlosen Feld aus Licht und Farbe zu werden. 

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10:00–17:00 Uhr; montags geschlossen, außer an bundesweiten Feiertagen.
Adresse: KohleWelt – Museum Steinkohlenbergbau Sachsen, Pflockenstraße 28, 09376 Oelsnitz/Erzgebirge, Deutschland.
Besuch: Der Besuch erfolgt in 30-minütigen Zeitfenstern mit einer begrenzten Besucherzahl von zehn Personen. Eine vorherige Ticketbuchung wird empfohlen. Wer den vollständigen, rund einstündigen Lichtzyklus erleben möchte, kann zwei aufeinanderfolgende Zeitfenster buchen.
Weitere Informationen: Offizielle Website – James Turrell: Beyond Horizons 2025

James Turrell, Ganzfeld «Beyond Horizons 2025», 2025 | © James Turrell, Foto: Florian Holzherr | Courtesy of Häusler Contemporary und European Capital of Culture Chemnitz 2025


Shallow Space «Umbra» | Swarovski Kristallwelten, Wattens | Österreich

James Turrell Shallow Space «Umbra», 2022 | © James Turrell, Foto: Florian Holzherr

In den Swarovski Kristallwelten in Wattens begegnen sich zwei faszinierende Materialien: Licht und Kristall. Mit «Umbra, 2022» hat James Turrell eigens für diesen Ort eine permanente Shallow Space Construction geschaffen und verwandelt eine der Wunderkammern in einen vollständig immersiven Erfahrungsraum. Licht wird dabei nicht nur sichtbar, sondern beinahe körperlich spürbar – ein Erlebnis, das die Grenzen zwischen Raum, Farbe und Wahrnehmung verschwimmen lässt.

Beim Betreten von «Umbra, 2022»  verändert sich die Wahrnehmung des Raumes kontinuierlich. Leuchtende Farben scheinen sich auszubreiten, Kanten und architektonische Grenzen treten zurück und der Raum beginnt sich in eine scheinbar grenzenlose Lichtfläche aufzulösen. Der Titel «Umbra, 2022»  verweist auf den Schattenbereich einer Finsternis und damit auf jene besondere Qualität weichen, diffusen Lichts, die für Turrell von zentraler Bedeutung ist. Inmitten der Swarovski Kristallwelten entsteht so ein aussergewöhnlicher Dialog zwischen dem immateriellen Medium Licht und der materiellen Brillanz des Kristalls. «Umbra, 2022» ist derzeit die einzige permanente Installation dieses Werktyps im deutschsprachigen Raum.

Öffnungszeiten: Täglich, 9:00–19:00 Uhr; letzter Einlass um 18:00 Uhr.
Adresse: Swarovski Kristallwelten, Kristallweltenstraße 1, 6112 Wattens, Österreich.
Besuch: Installation innerhalb der Swarovski Kristallwelten. Ein Online-Ticket wird empfohlen, da es einen direkten Zugang ohne Wartezeit an der Kassa ermöglicht. Der Besuch lässt sich mit den weiteren Wunderkammern und dem Park der Kristallwelten verbinden.
Weitere Informationen: Offizielle Website – Swarovski Kristallwelten / Umbra



Ganzfeld «A CHAPEL FOR LUKE» | Diözesanmuseum Freising | Deutschland

Auf dem historischen Domberg in Freising, nähe München, hat James Turrell einen aussergewöhnlichen Dialog zwischen Licht, Architektur und Spiritualität geschaffen. «A CHAPEL FOR LUKE and his scribe Lucius the Cyrene», 2022, befindet sich in der ehemaligen Hauskapelle des Freisinger Knabenseminars und setzt Turrells berühmte Ganzfeld-Serie fort. Der Künstler verwandelt den ehemaligen Sakralraum in ein nahezu grenzenloses Feld aus Licht und Farbe. Beim Betreten verlieren die Besucher zunehmend ihre räumliche Orientierung; Tiefe, Wände und architektonische Grenzen scheinen sich aufzulösen. Es entsteht ein intensives Erlebnis, bei dem nicht ein Gegenstand betrachtet wird, sondern das eigene Sehen zum eigentlichen Gegenstand der Erfahrung wird.

Der Titel des Werkes verweist auf das berühmte Freisinger Lukasbild, eine byzantinische Ikone der Sammlung des Museums, die der Überlieferung nach dem Evangelisten Lukas zugeschrieben wird. Turrell hat die Lichtinstallation bewusst auf derselben Blickachse wie die Ikone angelegt und verbindet damit die spirituelle Geschichte des Ortes mit seiner eigenen, auf Wahrnehmung ausgerichteten Kunst. Wie bei Turrells Ganzfelderngeht es um den Moment, in dem die vertraute Welt ihre festen Konturen verliert und Licht selbst zu einer sinnlichen und beinahe kontemplativen Erfahrung wird.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 9:00–17:00 Uhr; die Turrell-Installation ist von 10:00–11:30 Uhr und 14:30–16:00 Uhr begehbar.
Adresse: Diözesanmuseum Freising, Domberg 21, 85354 Freising, Deutschland.
Besuch: Die Installation ist permanent zugänglich. Aufgrund der begrenzten Besuchszeiten und des teilweise hohen Besucheraufkommens kann es zu Wartezeiten kommen. Ein Besuch lässt sich mit der Sammlung des Diözesanmuseums und dem historischen Domberg verbinden.
Weitere Informationen: Offizielle Website – James Turrell im Diözesanmuseum Freising

«A CHAPEL FOR LUKE and his scribe Lucius the Cyrene», 2022 ©James Turrell, Foto: Florian Holzherr


«Skyspace Lech» | Lech am Arlberg | Österreich

James Turrell «Skyspace Lech» Permanent installation Lech am Arlberg (AT) | © James Turrell, photo: Florian Holzherr

Auf 1.780 Metern Höhe, oberhalb von Oberlech am Arlberg, hat James Turrell mit «Skyspace Lech» einen Ort geschaffen, an dem Kunst und Landschaft unmittelbar miteinander verschmelzen. Der weitgehend in den Hügel eingelassene Bau öffnet sich über eine elliptische Deckenöffnung zum Himmel und fügt sich zugleich nahezu unsichtbar in die alpine Landschaft ein. Ein 15 Meter langer Tunnel führt in den ovalen Innenraum, dessen umlaufende Sitzbank dazu einlädt, sich ganz auf das Licht und den Himmel zu konzentrieren. Der Wechsel von natürlichem Himmelslicht und Turrells fein abgestimmter Lichtkomposition macht den Skyspace zu einem eindrücklichen Ort der Ruhe und Wahrnehmung.

Das Erlebnis verändert sich im Laufe des Tages und mit den Wetterbedingungen. Bei geöffnetem Dach wird der Himmel selbst zum eigentlichen Bild: Sonnenlicht, Wolken, Dämmerung und Sterne erscheinen durch die präzise gesetzte Öffnung in einer neuen Intensität. Rund um Sonnenauf- und Sonnenuntergang beginnt Turrells etwa 50-minütige Lichtkomposition, in der sich die Farben des Raumes langsam verändern und mit dem natürlichen Licht des Himmels verbinden. Bei geschlossener Kuppel entsteht hingegen ein Ganzfeld-Erlebnis, in dem die Grenzen des Raumes zunehmend verschwimmen. 

Öffnungszeiten: Täglich und kostenlos zugänglich; die Öffnungszeiten sind saison- und tageslichtabhängig. Die aktuellen Öffnungszeiten und der Besuchskalender sollten vor der Anreise geprüft werden.
Adresse: Tannegg, Oberlech, 6764 Lech am Arlberg, Österreich.
Besuch: Der Skyspace ist nicht direkt mit dem Auto erreichbar und liegt auf 1.780 Metern Höhe. Von Oberlech führt ein etwa 15-minütiger Wanderweg zum Kunstwerk. 
Weitere Informationen: Offizielle Website – Skyspace Lech


James Turrell | Verfügbare Einzelwerke

James Turrell, «Tall Glass Series: Singularity», 2024 Membran, computergesteuertes LED, Aluminium, Corian Öffnung 210.4 x 122.2 cm, Rahmenmass 300 x 223.5 x 49 cm Verfügbar
Anfrage
James Turrell, «Sunset at Roden Crater», 2009 Pigmentdruck | Ed. 30 | Bildmass 61 x 76.2 cm | Rahmenmass 88 x 105 x 4.5 cm Vorderseitig signiert und nummeriert Verfügbar
Anfrage
James Turrell, «Roden Crater Site Plan», 2020 Inkjet Blueprint | Ed. 100 | Blattmass 112 x 137 cm | Rahmenmass 113.5 x 139 x 4 cm Vorderseitig signiert und nummeriert Verfügbar
Anfrage
James Turrell, «Grand Falls Next to Roden Crater», 2009 Schwarzweiss-Pigmentdruck | Ed. 6/30 | Bildmass 60 x 60.5 cm | Rahmenmass 104 x 91 x 4.5 cm Vorderseitig signiert und nummeriert Verfügbar
Anfrage
James Turrell, «Deep Sky», 1984 Aquatinta Radierung auf Rives BFK Papier | Ed. 38/45 | 7-teilig, Blattmass je 53.3 x 68.6 cm, Rahmenmass je 57 x 72 x 4 cm Vorderseitig signiert und nummeriert Verfügbar
Anfrage
James Turrell, Suite from «Aten Reign», 2014 Holzschnitt auf Kizuk-shi-Papier | Ed. 9/30 | Blattmass 67.3 x 47.6 cm | Rahmenmass 83.5 x 65 x 4 cm Rückseitig signiert und nummeriert Verkauft
Anfrage
James Turrell, Suite from «Aten Reign», 2014 Holzschnitt auf Kizuk-shi-Papier | Ed. 15/15 | Blattmass 67.3 x 47.6 cm | Rahmenmass 83.5 x 65 x 4 cm Rückseitig signiert und nummeriert Verkauft
Anfrage
James Turrell, «North Moon Space 2», 2009 Bronze, Gips, Holzsockel | Ed. 2/12 | 2-teilig, Skulpturen je 57 x 28.5 x 46 cm Vorderseitig signiert und nummeriert Verfügbar
Anfrage
James Turrell, «Sun and Moon Space», 2006 Bronze, Gips, Holzsockel | Ed. 2/12 | 2-teilig, Skulpturen je 23.50 x 43 x 21.5 cm Vorderseitig signiert und nummeriert Verfügbar
Anfrage
James Turrell, «East Portal», 2008 Bronze, Gips, Holzsockel | Ed. 2/12 | 2-teilig, Skulpturen je 70 x 26 x 38 cm Vorderseitig signiert und nummeriert Verfügbar
Anfrage
James Turrell, «South Space», 2008 Bronze, Gips, Holzsockel | Ed. 2/12 | 2-teilig, Skulpturen je 12 x 21 x 44.5 cm Vorderseitig signiert und nummeriert Verfügbar
Anfrage
James Turrell, «Hologram Series, Blue Outtie, XVIII D June, 2006», 2006 Glas, Hologramm | Unikat | 60 x 42.8 x 2.8 cm Rückseitig signiert Verkauft
Anfrage

«What is important to me is to create an experience of wordless thought, to make the quality and sensation of light itself something really quite tactile ... My works are about light in the sense that light is present and there; the work is amde of light. It is not about light or a record of it, but is light. Light is not so much something that reveals, as the relevation itself.» James Turrell


Alle aufgeführten Lichtinstallationen sind in Kooperation mit Häusler Contemporary entstanden.

Finden Sie weitere Werke von James Turrell hier.

Portrait James Turrell vor dem Roden Crater | © James Turrell | Foto: Florian Holzherr